Zurück zum Magazin

    Energieeffizienz im Unternehmen: Kosten senken mit System

    Ein Mitarbeiter kontrolliert einen gewerblichen Stromzähler

    Energieeffizienz im Unternehmen heißt: dieselbe Leistung mit weniger Kilowattstunden erbringen. Am meisten bringt das, wenn Sie in einer festen Reihenfolge vorgehen. Zuerst messen Sie den Verbrauch und schauen sich den Lastgang an. Danach kommen die kostenlosen organisatorischen Schritte, dann die gezielten Investitionen in Technik, und zum Schluss kaufen Sie den Strom oder das Gas, das Sie dann noch brauchen, zu einem passenden Tarif ein. Wer nur eine dieser Stufen angeht, verschenkt Geld. Dieser Leitfaden zeigt, wie Einzelhändler, Gastronomen, Büros und Gewerbebetriebe in Deutschland vorgehen, welche Pflichten das Energieeffizienzgesetz vorschreibt und welche Förderung es gibt.

    Powernexx
    Auch den Energieeinkauf passend ausrichten
    PowerNexx berät Unternehmen individuell zu Strom- und Gastarifen und berücksichtigt dabei Verbrauch, Standort und Preisgarantien.
    Strom- und Gastarife prüfen

    Kurz gesagt

    • Zuerst messen: Ohne Verbrauchsdaten und Lastgang wissen Sie nicht, wo die großen Verbraucher sitzen und wann teure Lastspitzen entstehen.
    • Organisatorisch beginnen: Geräte abschalten, Heizung und Lüftung nach Bedarf einstellen und das Team schulen. Das kostet meist wenig oder gar nichts.
    • Gezielt investieren: Effiziente Motoren und Pumpen, Abwärmenutzung, moderne Kühl- und Lüftungstechnik sowie strombasierte Wärme lohnen sich vor allem dort, wo viel Energie fließt.
    • Pflichten kennen: Ab 2,5 GWh Jahresverbrauch verlangt das EnEfG Umsetzungspläne, ab 7,5 GWh ein Energie- oder Umweltmanagementsystem.
    • Einkauf nicht vergessen: Jede Kilowattstunde, die übrig bleibt, sollte zu einem Tarif eingekauft werden, der zu Ihrem neuen Verbrauchsprofil passt.

    Inhaltsverzeichnis

    Was Energieeffizienz für Ihren Betrieb bedeutet

    Energieeffizienz heißt nicht Verzicht. Laut Fraunhofer IPA geht es darum, Produkte oder Dienstleistungen in gleicher Qualität mit möglichst wenig Energie zu erbringen. Dafür optimieren Sie Prozesse und modernisieren Technik. Die Ladentheke bleibt also hell, das Kühlhaus kalt und das Büro warm. Nur die Energie, die dabei ungenutzt verpufft, fällt weg.

    Davon profitieren Sie gleich mehrfach. Effizientere Technik, bessere Abläufe, genutzte Abwärme und ein Energiemanagement senken die Energiekosten, verringern die Treibhausgasemissionen und stärken die Wettbewerbsfähigkeit. Das Bundeswirtschaftsministerium weist in seiner Broschüre Energieeffizienz in Unternehmen auf einen weiteren Vorteil hin: Wer weniger Energie braucht, ist auch weniger von schwankenden Preisen fossiler Energieträger abhängig. Spätestens seit den Preissprüngen der vergangenen Jahre wissen viele Betriebe, was das wert ist.

    In der Praxis bedeutet Energieeffizienz für einen Mittelständler deshalb vor allem planbare Kosten. Eine eingesparte Kilowattstunde muss nie wieder bezahlt werden, egal was die Börse macht.

    Schritt 1: Verbrauch erfassen und Einsparpotenziale finden

    Maßnahmen ohne Datengrundlage sind Bauchgefühl. Bevor Sie Geld ausgeben, sollten Sie drei Fragen beantworten können: Wie viel Strom und Gas verbraucht der Betrieb im Jahr? Welche Anlagen machen den größten Teil davon aus? Und zu welchen Uhrzeiten fließt die Energie?

    Drei Fragen zur betrieblichen Verbrauchserfassung

    Rechnungen und Zählerstände auswerten

    Der einfachste Einstieg sind die Jahresabrechnungen der letzten zwei bis drei Jahre. Vergleichen Sie die Verbräuche miteinander und ordnen Sie Ausreißer ein: ein neues Gerät, ein heißer Sommer, eine längere Öffnungszeit. Gehen Sie zusätzlich einmal pro Monat am Zähler vorbei und notieren Sie den Stand. Schon so sehen Sie, ob Maßnahmen wirken.

    Den Lastgang lesen

    Betriebe mit größerem Verbrauch haben einen wertvollen Datenschatz, den viele nie anschauen: den Lastgang. Das Umweltbundesamt beschreibt, wie sich ab 100.000 kWh Jahresverbrauch mit viertelstündlichen Leistungswerten unnötige Lastspitzen erkennen lassen. Genauso fallen Verbräuche auf, die am Wochenende oder an Feiertagen weiterlaufen, obwohl niemand arbeitet. Typisch sind Lüftungen ohne Zeitprogramm, Kompressoren mit Leckagen oder Server- und Kühltechnik, die nie heruntergefahren wird.

    Wie Sie die Kurve lesen, erklären wir in unserem Ratgeber Lastgang und Lastgangmessung verstehen. Der Lastgang zeigt nicht nur Verschwendung. Er entscheidet auch mit über Ihre Kosten, denn bei leistungsgemessenen Kunden bestimmt die höchste Spitze einen Teil der Netzentgelte. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag zum Leistungspreis im Gewerbe.

    Mit System: Energiemanagement

    Wer das Thema dauerhaft verankern will, arbeitet mit einem Energiemanagementsystem. Nach Angaben des Umweltbundesamts zum Energiesparen in Industrie und Gewerbe helfen Systeme nach ISO 50001 Unternehmen dabei, ihre Energieeffizienz zu verbessern und Einsparpotenziale zu erkennen. Für kleinere Betriebe genügt oft eine schlanke Variante: eine verantwortliche Person, eine Tabelle mit monatlichen Verbräuchen und eine Liste mit Maßnahmen.

    Schritt 2: Maßnahmen, die Energie und Kosten sparen

    Sind die großen Verbraucher bekannt, folgen die Maßnahmen. Sinnvoll ist eine Reihenfolge: zuerst das, was nichts kostet, dann die Technik.

    Organisatorisch: wenig Aufwand, schnelle Wirkung

    Das Bundeswirtschaftsministerium nennt auf energiewechsel.de organisatorische Maßnahmen, die meist kostenlos sind oder nur wenig Geld kosten: nicht benötigte Geräte abschalten, Heizung, Lüftung und Klimaanlage nach Bedarf einstellen und die Mitarbeitenden schulen. Gerade der letzte Punkt wird unterschätzt. Technik spart nur so viel, wie die Menschen davor zulassen.

    So setzen Sie das konkret um:

    1. Abschaltroutine festlegen: Wer schaltet abends was aus? Eine kurze Checkliste an der Tür wirkt besser als jeder Rundbrief.
    2. Zeitprogramme prüfen: Heizung, Lüftung und Beleuchtung sollten zu den tatsächlichen Öffnungs- und Arbeitszeiten passen, auch nach Umstellungen und an Feiertagen.
    3. Solltemperaturen festlegen: Für Räume, Kühlstellen und Warmwasser einmal festlegen, was nötig ist, und das dokumentieren.
    4. Verantwortliche benennen: Eine Person pro Standort, die Zählerstände abliest und Auffälligkeiten meldet.
    5. Team einbinden: Ideen aus dem Team sammeln. Wer täglich an der Anlage steht, kennt ihre Macken.

    Technisch: gezielt investieren

    Das Umweltbundesamt nennt als technische Kernmaßnahmen hocheffiziente Motoren und Pumpen, den Wechsel von fossilen Energieträgern zu strombasierter Wärme, die Nutzung von Abwärme sowie die Optimierung von Klima- und Lüftungsanlagen. Dazu kommen die Klassiker im Gebäude: LED-Beleuchtung mit Präsenz- und Tageslichtsteuerung, eine gedämmte Hülle und eine richtig eingestellte Heizungsregelung.

    Wer von Gas auf Wärmepumpe umstellt, verlagert Kosten vom Gas- auf den Stromvertrag. Dann zählt der passende Tarif besonders. Was dabei zu beachten ist, erklären wir unter Heizstrom und Wärmepumpe im Gewerbe. Lastspitzen lassen sich außerdem mit einem Speicher glätten. Wann sich das rechnet, zeigt unser Beitrag zu Stromspeichern fürs Gewerbe.

    Maßnahmen nach Branche: Einzelhandel, Gastronomie, Büro

    Jede Branche hat ihre eigenen Energiefresser. Die folgende Übersicht zeigt, wo Sie zuerst hinschauen sollten.

    Branche Typische große Verbraucher Erste Schritte ohne Investition Lohnende Investitionen
    Einzelhandel Beleuchtung, Kühlmöbel, Heizung und Klima im Verkaufsraum, Türluftschleier Beleuchtung an Öffnungszeiten koppeln, Kühlmöbel nachts abdecken, Eingangstüren geschlossen halten LED mit Steuerung, Kühlmöbel mit Türen oder Nachtrollos, Abwärme der Kälteanlage nutzen
    Gastronomie und Hotel Küchengeräte, Kühlung, Spülmaschinen, Warmwasser, Lüftung Geräte erst bei Bedarf hochfahren, Kühlraumtüren schließen, Dichtungen prüfen, Lüftung an Küchenbetrieb anpassen Bedarfsgeführte Küchenlüftung, effiziente Kühl- und Spültechnik, Wärmerückgewinnung
    Büro und Praxis Heizung, Klima, Beleuchtung, IT und Server, Standby Abschaltroutine, Bildschirme und Drucker mit Energiesparmodus, Raumtemperaturen festlegen Präsenzmelder, smarte Heizungsregelung, effiziente Serverkühlung
    Landwirtschaft und Gewerbe Motoren, Pumpen, Druckluft, Kühlung, Trocknung Druckluftleckagen suchen, Laufzeiten von Pumpen prüfen Hocheffiziente Motoren mit Drehzahlregelung, Abwärmenutzung, Photovoltaik für den Eigenverbrauch

    Einzelhandel

    Im Laden zahlen Sie für Licht und Kälte, die meist länger laufen als geöffnet ist. Wer Schaufensterbeleuchtung, Werbeschilder und Verkaufsflächen an feste Zeiten koppelt, spart ohne Umbau. Offene Kühlregale geben ständig Kälte an den Raum ab, die die Heizung im Winter wieder ausgleichen muss. Abdeckungen oder Türen lösen beide Probleme auf einmal.

    Offenes Kühlregal neben einer Kühlvitrine mit Türen

    Gastronomie

    In der Küche ist es oft das Ritual, das Energie kostet: Alle Geräte laufen ab dem Morgen auf voller Leistung, obwohl der Service erst mittags beginnt. Ein gestaffelter Hochfahrplan, regelmäßig gereinigte Kondensatoren an Kühlgeräten und dichte Türen bringen spürbar etwas. Weil Küchen Strom und Gas gleichzeitig brauchen, lohnt hier der Blick auf beide Verträge. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber Energiekosten im Hotel senken und auf unserer Seite zu Strom und Gas für Gastronomie und Hotels.

    Büro

    Im Büro steckt viel Potenzial in Zeiten, in denen niemand da ist. Heizung und Klima nach Belegung steuern, Drucker und Bildschirme nachts schlafen lassen, Besprechungsräume mit Präsenzmeldern ausstatten: Das sind kleine Schritte, die sich über das Jahr summieren. Ein Blick auf den Grundverbrauch am Wochenende zeigt, wie viel noch ungenutzt durchläuft.

    Schritt 3: Umsetzen und den Erfolg prüfen

    Eine Maßnahme ist erst dann ein Erfolg, wenn Sie die Einsparung messen können. Bewährt hat sich der PDCA-Zyklus: planen, umsetzen, prüfen, nachsteuern. Das Kompetenzzentrum Energieeffizienz durch Digitalisierung der dena betont in seinem Leitfaden zum softwaregestützten Energiedatenmanagement, dass erfasste Energiedaten die Grundlage dafür sind, Energieflüsse transparent zu machen und diesen Kreislauf effizient zu steuern.

    So bleibt Ihre Erfolgskontrolle ehrlich:

    • Ausgangswert festhalten: Verbrauch der letzten zwölf Monate vor der Maßnahme, wenn möglich als Lastgang.
    • Einflussgrößen berücksichtigen: Witterung, Öffnungszeiten, Auslastung und Produktionsmenge verzerren den Vergleich, wenn Sie sie ignorieren.
    • Kennzahl wählen: Kilowattstunden pro Quadratmeter, pro Gast, pro Mitarbeitendem oder pro produzierter Einheit.
    • Regelmäßig prüfen: Monatlich in die Zahlen schauen, nicht erst bei der Jahresabrechnung.
    • Rechnung prüfen: Sinkt der Verbrauch, muss das auch auf der Abrechnung ankommen, einschließlich passender Abschläge.

    Ein Punkt wird oft vergessen: Wer seinen Verbrauch deutlich senkt oder sein Lastprofil verändert, etwa durch eine Wärmepumpe, Photovoltaik oder einen Speicher, hat danach womöglich einen Vertrag, der nicht mehr passt. Abschläge, Mengenkorridore und Leistungspreise sind auf den alten Verbrauch ausgelegt.

    Effizienz und Energieeinkauf zusammen denken

    Genau hier setzen wir an. PowerNexx ist Energiemakler für Gewerbekunden. Wir vergleichen Strom- und Gastarife passend zu Ihrem Verbrauch, Ihrem Standort und Ihrem Wunsch nach Preissicherheit und übernehmen den Wechsel für Sie. Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner und keine Warteschleife. Die Beratung ist für Sie kostenlos, weil wir vom Versorger vergütet werden. Häufig liegen Angebote innerhalb von 24 Stunden vor.

    Powernexx

    Der beste Start ist unser kostenloser Energie-Check: Sie schicken uns Ihre aktuelle Abrechnung, wir prüfen Tarif, Laufzeit und Preisgarantie. Wenn Ihr Vertrag bald endet, behalten wir mit Vertragsprüfung und Fristenmanagement die Kündigungsfristen im Blick. Bei größeren Verbräuchen holen wir über eine Stromausschreibung Angebote mehrerer Versorger ein. Zusätzlich prüfen wir, ob Ihr Betrieb eine Stromsteuer-Entlastung beantragen kann.

    Gesetzliche Pflichten nach dem Energieeffizienzgesetz

    Seit dem Energieeffizienzgesetz vom 13. November 2023 ist Energieeffizienz für größere Verbraucher keine freiwillige Aufgabe mehr. Maßgeblich ist der durchschnittliche jährliche Gesamtendenergieverbrauch, also Strom, Gas, Heizöl und andere Energieträger zusammen.

    Schwelle (Gesamtendenergieverbrauch pro Jahr) Pflicht Rechtsgrundlage
    mehr als 2,5 GWh Umsetzungspläne für wirtschaftliche Einsparmaßnahmen erstellen und veröffentlichen § 9 EnEfG
    mehr als 7,5 GWh (Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre) Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten § 8 EnEfG
    unabhängig von der Größe, sofern zumutbar Abwärme vermeiden und unvermeidbare Abwärme wiederverwenden § 16 EnEfG

    Managementsystem ab 7,5 GWh

    Nach § 8 EnEfG müssen Unternehmen, deren durchschnittlicher Gesamtendenergieverbrauch in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren über 7,5 GWh lag, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten. In der Praxis heißt das meist ISO 50001 oder EMAS.

    Umsetzungspläne ab 2,5 GWh

    § 9 EnEfG verpflichtet Unternehmen mit mehr als 2,5 GWh Jahresverbrauch, innerhalb von drei Jahren Umsetzungspläne für die im Audit oder Managementsystem als wirtschaftlich erkannten Einsparmaßnahmen zu erstellen und zu veröffentlichen. Ob eine Maßnahme wirtschaftlich ist, wird laut Gesetz nach DIN EN 17463 bewertet: Entscheidend ist ein positiver Kapitalwert nach höchstens 50 Prozent der Nutzungsdauer, begrenzt auf 15 Jahre.

    Abwärme

    Das Gesetz verpflichtet Unternehmen zudem, Abwärme nach dem Stand der Technik zu vermeiden und unvermeidbare Abwärme wiederzuverwenden, soweit das zumutbar ist. Für Betriebe mit Kälteanlagen, Kompressoren oder Prozesswärme ist das ein guter Anlass, Wärmerückgewinnung ohnehin zu prüfen. Ob und wie genau die Pflichten für Ihren Betrieb gelten, klären Sie im Zweifel mit einem zugelassenen Energieauditor oder Ihrer Rechtsberatung, denn bei Fristen und Schwellenwerten kommt es auf die genaue Berechnung an.

    Förderung und Beratung für Unternehmen

    Investitionen in Effizienz müssen Sie nicht allein stemmen. Zentrales Programm ist die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW). Einen Überblick über die passenden Programme gibt das Bundeswirtschaftsministerium im Förderfinder für Unternehmen.

    Ein Beispiel ist die Förderung von Transformationsplänen in Modul 5 der EEW. Sie deckt bei kleinen Unternehmen 60 Prozent, bei mittleren 50 Prozent und bei großen Unternehmen 40 Prozent der Kosten. Die Förderung ist auf 60.000 € begrenzt, bei Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk auf 90.000 €. Förderbedingungen ändern sich regelmäßig. Prüfen Sie daher vor jedem Auftrag die aktuellen Richtlinien und stellen Sie den Antrag in der Regel vor Beginn der Maßnahme.

    Wer lieber im Austausch mit anderen vorankommt, kann sich der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke anschließen. Dort tauschen sich Unternehmen aus und finden gemeinsam praxisnahe Maßnahmen.

    Unsere Sicht: Effizienz endet nicht an der Steckdose

    Wir sprechen jede Woche mit Händlern, Gastronomen, Praxen und Büros, die viel richtig gemacht haben: LED eingebaut, Zeitprogramme eingestellt, das Team geschult. Und trotzdem ist die Energierechnung höher als nötig. Der Grund liegt fast nie bei der Technik, sondern im Vertrag.

    Effizienz und Einkauf gehören für uns zusammen. Wer seinen Verbrauch senkt, sollte seinen Vertrag danach neu ausrichten: passende Laufzeit, die richtige Preisgarantie, Abschläge, die zum neuen Verbrauch passen, und keine verpasste Kündigungsfrist, die den Betrieb in eine teure Verlängerung schickt. Genau das nehmen wir unseren Kunden ab, mit einem festen Ansprechpartner und ohne Kosten für den Betrieb.

    Unser Rat: Fangen Sie mit den Daten an, setzen Sie die einfachen Maßnahmen sofort um und lassen Sie dann den Vertrag prüfen. So wird aus jeder eingesparten Kilowattstunde auch eine eingesparte Euro-Summe.

    Sven

    Häufige Fragen zur Energieeffizienz im Betrieb

    Womit sollte ein kleiner Betrieb anfangen?

    Mit den Jahresabrechnungen und einer monatlichen Zählerablesung. Danach folgen die kostenlosen Schritte: Abschaltroutine, passende Zeitprogramme für Heizung und Lüftung, festgelegte Temperaturen. Erst wenn klar ist, welche Geräte den größten Teil verbrauchen, lohnt sich eine Investition.

    Ab wann ist ein Energiemanagementsystem Pflicht?

    Nach § 8 EnEfG ab einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh pro Jahr in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren. Ab 2,5 GWh müssen Unternehmen Umsetzungspläne für wirtschaftliche Einsparmaßnahmen erstellen und veröffentlichen. Die meisten Läden, Restaurants und Büros liegen deutlich darunter.

    Lohnt sich ein Tarifwechsel, wenn ich schon Energie spare?

    Ja, oft sogar besonders. Ihr Vertrag wurde auf den alten Verbrauch ausgelegt, und Preisgarantie, Laufzeit oder Abschläge passen danach womöglich nicht mehr. Unser kostenloser Energie-Check zeigt, ob ein anderer Tarif für Ihr neues Verbrauchsprofil günstiger ist.

    Gibt es Förderung für Effizienzmaßnahmen?

    Ja. Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft unterstützt unter anderem Transformationspläne mit 40 bis 60 Prozent der Kosten, je nach Unternehmensgröße. Die aktuellen Bedingungen finden Sie im Förderfinder des Bundeswirtschaftsministeriums. Beantragen Sie die Förderung vor Beginn der Maßnahme.

    Quellen

    Empfehlungen

    Made with BabyLoveGrowth to grow organic visibility