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    PowerNexx · Ratgeber

    Wärmepumpentarif und Heizstrom: Was Sie wissen sollten

    Was ist ein Wärmepumpentarif, wann braucht man einen eigenen Zähler und was bedeutet die Regelung für steuerbare Verbrauchseinrichtungen? Heizstrom für Wärmepumpe und Nachtspeicher im Überblick.

    Stand: · von Sven Wedler

    Stromzähler und Energieinfrastruktur im Gewerbe

    Heizstrom und Haushaltsstrom unterscheiden

    Wofür Heizstrom genutzt wird

    Als Heizstrom bezeichnet man Strom, der zur Wärmeerzeugung eingesetzt wird. Typische Anlagen sind Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen. Weil diese Anlagen oft einen erheblichen Teil des Jahresverbrauchs ausmachen, bieten Lieferanten dafür eigene Tarife an, die sich vom normalen Haushaltsstrom unterscheiden können.

    Nachtspeicherheizungen laden Wärme meist in festgelegten Zeitfenstern, Wärmepumpen arbeiten bedarfsabhängig. Beide Anlagen können als steuerbare Verbrauchseinrichtung angemeldet sein, was Auswirkungen auf die Netzentgelte hat.

    Eigener Zähler oder gemeinsamer Zähler

    Separater Heizstromzähler

    Läuft die Wärmepumpe über einen eigenen Zähler, kann für diesen Zähler ein eigener Heizstromtarif abgeschlossen werden. Manche Zähler unterscheiden zudem zwischen Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT), also unterschiedlichen Preisen zu bestimmten Tageszeiten. Wie Sie Zählernummer und Zählerstände ablesen, erklärt der Ratgeber Zählernummer finden.

    Gemeinsamer Zähler

    Wird die Wärmepumpe über den Haushaltszähler versorgt, gilt ein Tarif für den gesamten Verbrauch. Das vereinfacht die Installation, lässt aber keinen getrennten Heizstromtarif zu. Ob ein separater Zähler sinnvoll oder technisch möglich ist, klären Sie mit Ihrem Elektrofachbetrieb und dem Netzbetreiber.

    Beratung zu Energieverbrauch und Verträgen

    Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG

    Das Grundprinzip

    Wärmepumpen, Wallboxen und andere größere Verbraucher können als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber angemeldet werden. Der Netzbetreiber darf dann die Leistung im Bedarfsfall vorübergehend begrenzen, um das Netz zu entlasten. Eine vollständige Abschaltung ist damit nicht gemeint; eine Mindestleistung bleibt verfügbar.

    Im Gegenzug erhalten Sie reduzierte Netzentgelte. Dafür gibt es verschiedene Module, zwischen denen Sie unter Voraussetzungen wählen können, etwa eine pauschale Reduzierung oder eine prozentuale Reduzierung bei separatem Zähler. Welche Module bei Ihnen möglich sind und wie sie sich auswirken, nennt Ihr Netzbetreiber.

    Heizstromanbieter wechseln

    Wechsel ist auch beim Heizstrom möglich

    Heizstrom ist kein Sonderfall, der an den örtlichen Versorger gebunden ist. Sie können den Lieferanten wie beim Haushaltsstrom wechseln. Netz und Zähler bleiben dabei bestehen, und die reduzierten Netzentgelte nach § 14a EnWG hängen vom Netzbetreiber ab, nicht vom Lieferanten.

    • Preisgarantie und deren Umfang
    • Laufzeit und Kündigungsfrist
    • Hoch- und Niedertarif bei Zweitarifzählern
    • Ob der Tarif für Wärmepumpe oder Nachtspeicher ausgelegt ist

    Heizstrom mit PV und dynamischem Tarif kombinieren

    Flexibler Betrieb der Wärmepumpe

    Eine Wärmepumpe kann Solarstrom vom eigenen Dach nutzen; mehr dazu im Ratgeber PV-Eigenverbrauch und Reststrom. Mit einem Wärmespeicher lässt sich der Betrieb außerdem in günstige Stunden verschieben, was bei einem dynamischen Stromtarif interessant sein kann.

    Für Betriebe mit Wärmepumpen, Hallenheizungen oder mehreren Heizstromzählern gibt es eine eigene Seite: Heizstrom und Wärmepumpe im Gewerbe.

    Weitere Informationen zum Ablauf eines Vergleichs finden Sie auf unserer Seite Energiemakler für Unternehmen.

    Passende Branchenseiten: Allgemeinstrom für Hausverwaltungen · Energie für Gastronomie & Hotels.

    Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

    Häufige Fragen

    Was ist ein Wärmepumpentarif?

    Ein Stromtarif speziell für den Betrieb einer Wärmepumpe, meist über einen separaten Zähler. Er kann sich in Preis und Bedingungen vom Haushaltsstromtarif unterscheiden.

    Brauche ich einen eigenen Zähler für die Wärmepumpe?

    Nicht zwingend. Ein eigener Zähler ermöglicht aber einen separaten Heizstromtarif und unter Umständen weitere Netzentgelt-Module. Ob er sinnvoll ist, klären Sie mit Elektrofachbetrieb und Netzbetreiber.

    Was bedeutet § 14a EnWG für meine Wärmepumpe?

    Ist die Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung angemeldet, darf der Netzbetreiber ihre Leistung im Bedarfsfall begrenzen. Im Gegenzug erhalten Sie reduzierte Netzentgelte nach einem der verfügbaren Module.

    Kann ich den Heizstromanbieter wechseln?

    Ja. Heizstrom kann wie Haushaltsstrom bei einem anderen Lieferanten bezogen werden. Netz und Zähler bleiben unverändert.

    Lohnt sich ein dynamischer Tarif für die Wärmepumpe?

    Das kann sein, wenn die Wärmepumpe mit einem Speicher flexibel betrieben wird. Hoher Heizbedarf an teuren Winterabenden kann die Kosten aber erhöhen; prüfen Sie Ihr Verbrauchsverhalten.

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