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Was ist der Leistungspreis beim Strom?
Arbeit und Leistung sind unterschiedliche Größen
Die elektrische Arbeit beschreibt die verbrauchte Energie in Kilowattstunden (kWh). Die Leistung in Kilowatt (kW) beschreibt dagegen, wie viel Strombedarf gleichzeitig entsteht. Bei registrierender Leistungsmessung (RLM) werden deshalb neben dem Arbeitspreis auch leistungsbezogene Kosten abgerechnet.
RLM wird in der Regel ab etwa 100.000 kWh Jahresverbrauch eingesetzt; die tatsächliche Messart ist mit Netzbetreiber und Vertragsunterlagen zu klären. Ein Verbrauchswert allein ersetzt diese Prüfung nicht.
Die höchste Viertelstunde zählt
Im üblichen Jahresleistungspreismodell bildet die höchste gemessene durchschnittliche Viertelstundenleistung des Abrechnungsjahres die Jahreshöchstleistung. Eine kurze Phase mit vielen gleichzeitig betriebenen Geräten kann damit die leistungsbezogene Abrechnung prägen, auch wenn der Jahresverbrauch unverändert bleibt.
Wie abgerechnet wird, entnehmen Sie der Rechnung, dem Vertrag und dem Preisblatt des Netzbetreibers. Es gibt unterschiedliche Abrechnungsmodelle; eine pauschale Aussage über einen festen Eurobetrag pro kW wäre nicht sachgerecht.
RLM und SLP: Was ist der Unterschied?
Gemessener Lastgang statt Standardprofil
Bei RLM werden Verbrauch und Leistung in Zeitintervallen erfasst. Bei einem Standardlastprofil (SLP) wird die zeitliche Verteilung typischerweise über ein standardisiertes Profil abgebildet; eine separate Abrechnung der gemessenen Jahreshöchstleistung ist dort üblicherweise nicht vorgesehen.
Prüfen Sie Messart und Preisbestandteile Ihrer Rechnung. Der Ratgeber RLM und SLP im Vergleich erklärt die Unterschiede und die Bedeutung für Gewerbeangebote.

Wie entstehen Lastspitzen im Betrieb?
Gleichzeitiger Betrieb großer Verbraucher
Maschinen, Öfen, Kälteanlagen und Ladepunkte können gemeinsam einen hohen Leistungsbedarf erzeugen. Werden mehrere große Verbraucher gleichzeitig eingeschaltet oder betrieben, steigt die durchschnittliche Leistung im Messintervall. Entscheidend ist nicht nur der einzelne Einschaltmoment, sondern die gemessene Viertelstunde.
Betrachten Sie daher Betriebsbeginn, Produktionswechsel und Ladezeiten zusammen. Der Lastgang macht sichtbar, ob wiederkehrende Abläufe oder einzelne Ereignisse die höchste Leistung verursachen.
Wie können Betriebe Lastspitzen reduzieren?
Lastgang analysieren und Abläufe abstimmen
Im Ratgeber zum Lastgang erfahren Sie, welche Daten für eine Auswertung benötigt werden. Vergleichen Sie Spitzenintervalle mit den tatsächlichen Betriebsabläufen, bevor Sie Maßnahmen auswählen.
Ein zeitlich versetzter Start großer Verbraucher oder abgestimmte Ladezeiten können gleichzeitigen Bedarf reduzieren. Spitzenlastmanagement muss mit Produktion, Kühlung, Sicherheit und betrieblichen Anforderungen vereinbar sein. Eine technische Auslegung übernehmen zuständige Fachleute.
Speicher und PV gezielt prüfen
Ein Batteriespeicher kann Leistungsspitzen begrenzen, wenn Leistung, Kapazität und Steuerung zum Lastprofil passen. Eine PV-Anlage kann den Netzbezug bei gleichzeitiger Erzeugung reduzieren, deckt aber nicht automatisch die maßgebliche Jahresspitze. Eine Prüfung muss auch Zeiten ohne ausreichenden Solarertrag berücksichtigen.
Für ein konkretes Vorhaben vermitteln wir über Photovoltaik Bad Kissingen Anfragen an Fachbetriebe. Eine technische Planung oder garantierte Spitzenkappung ist damit nicht zugesagt.
Sonderformen der Netzentgelte
Sonderformen der Netzentgelte können im Einzelfall mit dem Netzbetreiber und geeigneten Fachleuten geprüft werden. Ob sie anwendbar sind, hängt von den geltenden Regeln und dem tatsächlichen Nutzungsverhalten ab. Dieser Hinweis verspricht weder bestimmte Voraussetzungen noch eine Entlastung.
Was kann ein Energiemakler beeinflussen?
Netzentgelte vom Energieeinkauf unterscheiden
Der netzseitige Leistungspreis gehört zu den Netzentgelten und ist nicht durch einen Lieferantenwechsel frei verhandelbar. Ein anderer Lieferant ändert nicht automatisch das Preisblatt des zuständigen Netzbetreibers. Ein reduzierter Leistungsbedarf kann dagegen je nach Abrechnungsmodell die leistungsbezogenen Kosten beeinflussen.
PowerNexx prüft Lieferangebote auf Basis Ihres Lastgangs und macht sichtbar, welche Bestandteile vergleichbar oder beeinflussbar sind. Hintergründe finden Sie zu Netzentgelten im Gewerbe und den Bestandteilen des Strompreises.
Unterlagen für einen fairen Vergleich
Legen Sie eine vollständige Jahresrechnung, das aktuelle Netzpreisblatt, den Lastgang und die Vertragsfristen bereit. So können Jahresverbrauch und Jahreshöchstleistung gemeinsam betrachtet werden. Technische Maßnahmen, rechtliche Fragen und die Lieferantenauswahl bleiben unterschiedliche Prüfbereiche.
Weitere Informationen zum Ablauf eines Vergleichs finden Sie auf unserer Seite Energiemakler für Unternehmen.
Passende Branchenseiten: Allgemeinstrom für Hausverwaltungen · Energie für Gastronomie & Hotels.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.
